Die KI-Toolbox ist ein zentrales Praxis- und Transferangebot des Projekts MULTIK – Mehrsprachiges Unterrichten mit Lerntechnologien und Künstlicher Intelligenz an der Leibniz Universität Hannover. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Mehrsprachigkeit und Künstliche Intelligenz didaktisch sinnvoll, reflektiert und chancengerecht miteinander verbunden werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Unterrichtspraxis als auch die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften.
Die KI-Toolbox richtet sich insbesondere an Lehrkräfte und Lehramtsstudierende. Sie soll dabei helfen, Künstliche Intelligenz nicht lediglich als neues technisches Werkzeug kennenzulernen, sondern ihren Einsatz didaktisch zu planen, praktisch zu erproben und kritisch zu reflektieren. Im Mittelpunkt steht daher nicht nur die Frage, welches KI-Tool verwendet werden kann, sondern vor allem, welchen konkreten Mehrwert KI für Lernprozesse bietet und wie die unterschiedlichen sprachlichen Ressourcen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden können.
Hierfür bündelt die Toolbox unterschiedliche Angebote und Materialien. Dazu gehören unter anderem Fact Sheets, Methodenbeschreibungen, Unterrichtsmaterialien, Anwendungsszenarien und Übersichten zu KI-Werkzeugen. Behandelt werden beispielsweise Möglichkeiten der Übersetzung, sprachlichen Differenzierung, individuellen Förderung sowie der Einsatz von Text- und Bild-KI. Gleichzeitig wird ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit KI thematisiert.
Ein weiterer Bestandteil ist eine Mini-Blended-Learning-Plattform. Die dort bereitgestellten Materialien und Module können entweder als zusammenhängender Lernpfad oder einzeln bearbeitet werden. Inhaltlich stehen die Bereiche Mehrsprachigkeit, Künstliche Intelligenz sowie die didaktische Verbindung von KI und Mehrsprachigkeit im Mittelpunkt. Hinzu kommt ein Download-Center mit Materialien, die unmittelbar für die eigene Unterrichtspraxis genutzt und weiterentwickelt werden können.
Die KI-Toolbox ist dabei nicht als abgeschlossene Materialsammlung zu verstehen. Im Rahmen von MULTIK werden Unterrichtskonzepte, Methoden und Materialien gemeinsam mit der schulischen Praxis weiterentwickelt, erprobt und wissenschaftlich begleitet. In den Projektphasen 2026–2027 arbeitet MULTIK hierfür mit sechs ausgewählten Pilotschulen in Niedersachsen zusammen. Ziel ist es, Erkenntnisse aus Forschung, Lehrkräftebildung und konkreter Unterrichtspraxis miteinander zu verbinden und langfristig Materialien für unterschiedliche Schulformen zur Verfügung zu stellen.
Direkt zur KI-Toolbox:
https://www.ifs.uni-hannover.de/abteilungen/sprach-paedagogik-und-therapie/ki-toolbox
Informationen zur KI-Toolbox und zu MULTIK („Über uns“):
https://www.ifs.uni-hannover.de/abteilungen/sprach-paedagogik-und-therapie/ki-toolbox/ueber-uns
MULTIK – Projektbeschreibung, Ziele, Projektphasen und Pilotschulen:
https://www.ifs.uni-hannover.de/abteilungen/sprach-paedagogik-und-therapie/forschungsprojekte/digitalisierung
Bereich „Künstliche Intelligenz (KI)“ innerhalb der Toolbox:
https://www.ifs.uni-hannover.de/abteilungen/sprach-paedagogik-und-therapie/ki-toolbox/kuenstliche-inteligenz-ki
Beitrag der Leibniz Universität zur Veröffentlichung der KI-Toolbox:
https://www.ifs.uni-hannover.de/institut/news-und-veranstaltungen/news/aktuelles-detailansicht/news/ki-toolbox-unterstuetzt-lehrkraefte-im-mehrsprachigen-klassenzimmer-einsatz-von-kuenstlicher-intelligenz-zur-foerderung-von-mehrsprachigkeit-im-unterricht
Damit bietet die MULTIK KI-Toolbox einen niedrigschwelligen Einstieg in das Themenfeld KI und Mehrsprachigkeit, verbindet diesen aber gleichzeitig mit wissenschaftlichen Grundlagen und konkreten didaktischen Ideen. Sie versteht KI nicht als Selbstzweck, sondern als ein Werkzeug, das Lehrkräfte dabei unterstützen kann, sprachliche Vielfalt als Ressource zu nutzen, Lernangebote zu differenzieren und mehr Teilhabe im Unterricht zu ermöglichen.